|
|
|
|
|
Buddhismus bedeutet
zu sehen Wie die Dinge sind Am Dienstagabend, den 03.11.2009 sprach Lama Ole Nydahl, einer der bekanntesten westlichen Lehrer des Diamantwegbuddhismus in der Gießener Kongresshalle vor 650 interessierten Zuhörern. Lama Ole Nydahl nimmt auf einem Sofa auf der Bühne neben einer Buddhastatue Platz und beginnt zu erzählen. Jeden Tag in einer anderen Stadt, zweimal im Jahr rund um die Welt, da kann man auf ein ganzes Repertoire von Vortragsthemen blicken und bringt die Erfahrung von über 30 Jahren als buddhistischer Lehrer mit. Der Däne Ole Nydahl wurde in den späten sechziger Jahren durch eine Begegnung mit dem 16. Karmapa (Oberhaupt der Karma Kagyü Schule im tibetischen Diamantwegbuddhismus) zum Buddhisten. Seither hat er im Auftrag seines Lehrers zirka 600 Zentren in der ganzen Welt gegründet. Um Buddhismus
im Westen zu erläutern, müsse man sich zuerst einmal fragen,
so Nydahl, wie man Buddhismus einordnen könne. Es sei mit Philosophie
nur insofern vergleichbar, als die Belehrungen vollkommen nachvollziehbar
seien. "Im Gegensatz zur Philosophie, bei der auf der äußeren
Ebene gearbeitet wird, verändert der Buddhismus die Menschen",
erklärt Nydahl, "Buddhas Lehre geht jenseits von Begriffen
und liefert den Schlüssel zu Bewusst - sein im wörtlichen
Sinne." Zu der Aussage Buddhismus sei eine Religion führt Nydahl aus, dass es bereits in der grundlegenden Bedeutung des Begriffes Re- bedeutet rück und ligare heißt verbinden einen Unterschied gäbe. Die im Westen vorherrschenden Religionen versuchten zu etwas Vollkommenem zurückzufinden. Im Buddhismus hingegen gäbe es nichts wiederzuvereinen, da man hier aus keinem Paradies gefallen sei. Das dem Geist innewohnende, zeitlose Wesen der Erleber der Eindrücke erkenne sich in der Erleuchtung selbst. Das Zeitlose,
das der Buddha lehrt, sei die allem zugrunde liegende Wahrheit, die
immer und überall dieselbe sein muss, um wahr zu sein. "Im Buddhismus", fasst Nydahl zusammen, "gibt es nichts Äußeres, an das man glauben muss, was vielen den Zugang erleichtert. Buddhas Aussagen sind Hilfestellungen, um sich selbst besser kennen zu lernen und dauerhaft gelassener, liebevoller und glücklicher zu werden." Der Begriff, der die Lehre am besten beschreibt, stamme von Buddha selbst: Dharma und bedeutet: Wie die Dinge sind. Wer sich davon selbst überzeugen möge, so beendete Lama Ole Nydahl seinen Vortrag, könne im hiesigen Buddhistischen Zentrum in der Frankfurter Str. 7 mehr über Buddhas Lehre erfahren und die Meditation üben, die im Anschluss an Fragen zum Vortrag noch einen Eindruck in die Praxis des Buddhismus gewährte.
Am Samstag den 21.11.2009 lädt das Buddhistische Zentrum Gießen anlässlich seines 10-jährigen Jubiläums in die neu gestalteten Räume in der Frankfurter Straße zum Tag der offenen Tür ein. Jeweils um 15:00 und 20:00 Uhr finden hier ebenfalls interessante Vorträge statt. In den Zeiten dazwischen können Besucher bei Kurzvorträgen, kurzen Meditationen und in persönlichen Gesprächen Einblick in den Buddhismus gewinnen.
|
||